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Die Website des Theaterhauses G7



Letztes Update: 23.01.

Der Theaterverein präsentiert:

Das Attentat

Der Chirurg Amin Jaafari, jung, erfolgreich, angesehen, ist Araber mit israelischem Pass und arbeitet an einem Krankenhaus in Tel Aviv. Eines Morgens erfährt er, dass sich seine Frau in einem Restaurant in die Luft gesprengt hat. Hier beginnt nun Amin Jaafaris Spurensuche, auf der er viele neue Welten, in ihm selbst, seiner Vergangenheit und seiner Familie entdeckt.

Der Mannheimer Theaterpädagoge und Waldorflehrer Henning Jacobsen führt bei Das Attentat nicht nur Regie, er hat auch die Bühnenfassung auf Grundlage einer Graphic Novel (Comicroman) gemeinsam mit den Schauspielern erarbeitet. Die eigentliche Geschichte entspringt einem Roman des algerischen Schriftstellers Yasmina Khadra. Der heute 62-jährige lebt in Frankreich im Exil und wurde Ende der 90er Jahre mit drei Kriminalromanen, der Algier-Trilogie, international bekannt. Sein 2005 veröffentlichter Roman „Das Attentat“ erhielt mehrere Auszeichnungen und wurde 2013 verfilmt. Viel Beachtung fand auch die Graphic Novel von Loïc Dauvillier (mit Illustrationen von Glen Chapron), die 2012 in Frankreich (und 2014 ins Deutsche übersetzt) erschien. Hier wurde Khadras Roman eindrucksvoll reduziert und auf essentielle Szenen und Dialoge konzentriert, ohne dass wesentliche Charakterzüge der Figuren und deren spannende Entwicklung während der fortlaufenden Handlung verloren gehen.

Regie: Henning Jacobsen
Assistenz: Maria Landricina, David Siebler
Mit: Ahmad Alobeid, Arlette Buchmann, Karita Gebert, Wolfgang Gebert, Tobias Grauheding, Henning Jacobsen, Martina Püttmann, Anatoli Rabinstein, Nedjma Schreiner, Cafer Yilmaz
Assistenz: Maria Landricina, David Siebler
Fotos und Video: Tatiana Gratchev, Nah-Ost-Archiv Heidelberg

Premiere der neuen Produktion unserer Amateur-Spielgruppe Theaterverein ist am 27.1. um 20 Uhr.

Weitere Spieltermine: 28.1., 2. bis 5.2./jeweils um 20 Uhr

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Der Reservist (DSE)

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In Der Reservist rückt Thomas Depryck auf ebenso witzige wie konfrontierende Weise der Arbeit zu Leibe. Angestellt sein, Arbeit haben, Arbeit verrichten sind entscheidende Aspekte unserer Gesellschaft – wer keinen Job hat, gehört nicht dazu. Die zentrale Figur des Stücks hat sich bewusst gegen einen Job entschieden. Sie verortet sich mutwillig und bereitwillig außerhalb des Arbeitsmarktes und will damit der Gesellschaft einen Dienst erweisen. Sie sieht sich selbst als Reserve – wie die Armee für den Notfall eine Reserveeinheit braucht, will sie als Reservist zur Verfügung stehen.

Beim Heidelberger Stückemarkt 2016 erhielt Thomas Depryck für Der Reservist den Internationalen Autorenpreis.

Regie: Inka Neubert, Ausstattung: Marcela Snaselova

Video: Norbert Kaiser

Mit: Hanna Gandor, Vincenzo Tatti, Jo Schmitt

Thomas Depryck, geboren 1979, schreibt Theatertexte, Drehbücher und arbeitet als Dramaturg eng mit dem Regisseur Antoine Laubin zusammen. Der Reservist erschien 2009 und wurde für den Prix de la critique Théâtre et Danse de la Fédération Wallonie-Bruxelles nominiert und gewann 2013 den Prix Georges Vaxelaire der Académie royale de langue et de littérature françaises de Belgique.

Termine: 10. & 11., 16. bis 18. und 23. bis 24. Februar.

Jeweils um 20 Uhr.